Liskow: Niederdeutsch nicht aus den Augen verlieren!

Februar 21, 2014

Zum heutigen Tag der Muttersprache erneuert der Landesvorsitzende der Jungen Union Mecklenburg-Vorpommern die Forderung nach einer verstärkten Förderung des Niederdeutschen in Mecklenburg-Vorpommern. Bereits auf dem Landestag der Jungen Union Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2012 wurde ein Thesenpapier zur Förderung des Niederdeutschen im Land mit sehr großer Mehrheit beschlossen und danach auf dem CDU-Landesparteitag eingebracht.

„Im Jahr 2012 haben wir bereits mit unserem Positionspapier „Aus Liebe zur Heimat – Identität durch Sprache schaffen (Ut Leiv to min Heimaat – Identität dörch Sproch beschicken)“, unterstrichen, dass unsere Muttersprache mehr Aufmerksamkeit bedarf. Wir fordern den Bildungsminister auf endlich einen Landesplan Niederdeutsch aufzulegen. Als Vorbild könnte hierbei der vergleichbare Plan des Landes Schleswig-Holstein dienen.“

Der Landesplan müsse beinhalten, dass Niederdeutsch künftig in den Kindertageseinrichtungen des gesamten Landes ausgebaut werde. Ferner fordert die Junge Union Niederdeutsch als Pflicht- beziehungsweise Wahlpflichtfach an Schulen einzuführen. In den Studiengängen der Germanistik an den Universitäten des Landes muss das Niederdeutsche ein obligatorischer Teil des Curriculums bleiben. Dazu ist der Erhalt des Lehrstuhles an der Uni Rostock unbedingt erforderlich sowie die Einrichtung eines weiteren an der Uni Greifswald. Auch müsse Niederdeutsch im kulturellen Bereich besser gestärkt werden, heißt es im Positionspapier der Jungen Union.

„Die Landesregierung, der Landtag sowie die kommunalen Vertretungen sollten mit gutem Beispiel vorangehen. Dazu möchte die JU sie ermutigen, einen Teil ihrer Sitzungen ganz oder teilweise auf Niederdeutsch abzuhalten“, sagt Liskow weiter. Außerdem sollte sich die Landesregierung dafür einsetzen, dass mehr Plattdeutsch in Kirchen und Medien des Landes gesprochen werde.

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