Junge Union stellt sich hinter heimische Landwirtschaft / Mehrere Maßnahmen gefordert

Oktober 28, 2017

Junge Union fordert stellt sich hinter heimische Landwirtschaft / mehrere Maßnahmen gefordert

Nach Beschluss auf ihrem diesjährigen Landestag in Wismar fordert die Junge Union mehrere Maßnahmen um die heimische Landwirtschaft zu stärken und zu unterstützen.

 

So fordern die jungen Christdemokraten ein anonymes und unverbindliches Sorgentelefon für Angehörige der Agrarbranche und deren Familien. Die Ansiedelung, an die landwirtschaftliche Beratung, ähnlich wie in anderen Bundesländern, sowie eine gemeinsame Anlaufstelle mit anderen nördlichen oder östlichen Bundesländern soll geprüft werden.

„Seit Jahrzehnten in anderen Bundesländern etabliert, ist das Sorgentelefon für die Landwirtschaft und ihre Angehörigen in Mecklenburg-Vorpommern noch ein Fremdwort. Durch die meist enge Verknüpfung von Arbeits- und Familienwelt stellen die Sorgen und Nöte in landwirtschaftlichen Familien eine Besonderheit da. Das Verständnis für die Situation vor Ort ist Voraussetzung für eine gelungene Kommunikation und eine erfolgreiche Intervention in Krisen. Besonders hohe Investitionssummen, teils immense Selbstausbeutung ohne Feierabend und Urlaub sowie öffentliche wie nachbarschaftliche Diffamierungen aufgrund des Berufes, stellen weitere Besonderheiten dar. Ein anonymes und unverbindliches Sorgentelefon für Angehörige der Agrarbranche und deren Familien als ein sehr niederschwelliges Angebot, stellt daher ein wichtiges Instrument der Vorsorge dar. Ein Angebot, was ebenso klar signalisiert: Wir lassen unsere Landwirte nicht allein“, so der Landesvorsitzende Franz-Robert Liskow am Rande des Landestag in Wismar.

Auszahlungen für AUKMs und den ökologischen Landbau verbindlich terminieren

Die Junge Union fordert einen verbindlichen Termin für die Auszahlungen der Mittel für Agrar-Umwelt-und Klimaschutz-Maßnahmen (AUKM) und den ökologischen Landbau vom Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt in Mecklenburg-Vorpommern. Die Liquidität von landwirtschaftlichen Betrieben, die sich zu einer umweltfreundlichen Bewirtschaftung über die gesetzlichen Vorgaben hinaus verpflichtet haben, darf nicht weiter durch die unverbindliche Zusage von Auszahlungszeitpunkten Seitens des Ministeriums gefährdet werden.

„Auch dieses Jahr standen zahlreiche Landwirten in unserem Bundesland vor massiven Liquiditätsengpässen, da das Landwirtschaftsministerium die Ausgleichszahlungen für AUKMs sowie für den ökologischen Landbau deutlich später als angenommen ausgezahlt hat. Durch die Festlegung auf einen Auszahlungs- Termin, können Zahlungsziele und Liquiditätsplanungen durch die Landwirte entsprechend angepasst werden. Durch die Umsetzung dieser Forderung entstehen keine Kosten, stattdessen können unnötige Finanzierungskosten auf Seiten der Landwirtschaft eingespart werden“, so Franz-Robert Liskow.

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